Objectives and Key Results (OKR)

Auch die High-Tech-Unternehmen im Silicon Valley stehen vor der Herausforderung, ihre Strategie im Arbeitsalltag umsetzen. Hierfür nutzen viele eine „Objectives and Key Results“, kurz OKR genannte Methode. Sie wurde vor 20 Jahren vom heutigen Internet-Giganten Google als Tool zum Erreichen seiner Entwicklungs- und Wachstumsziele eingeführt – und weil Google hiermit so erfolgreich war, führten die Methode u.a. auch die Unternehmen LinkedIn, Oracle und Twitter ein. 

Funktion der Objectives and Key Results (OKR) 

OKR ist eine Methode zum Umsetzen der Unternehmensziele und zur agilen Unternehmenssteuerung. Dabei erfolgt die Zieldefinition in einem iterativen Prozess, in dem auf allen Ebenen zunächst folgende Fragen beantwortet werden:

  • „Wo will ich bzw. wollen wir hin?" (Objectives) und 
  • „Wie messe ich bzw. messen wir, ob ich mein Ziel bzw. wir unsere Ziele erreicht haben?" (Key Results).

Die Zieldefinition erfolgt wie das Überprüfen der Zielerreichung unter Einbeziehung der Mitarbeiter – jedoch nicht wie oft bei den klassischen Zielvereinbarungssystemen im Jahres-Rhythmus. Die Objectives und Key Results, also OKRs, werden vielmehr in Intervallen von zwei bis vier Monaten definiert, wodurch sich die Agilität und Reaktionsgeschwindigkeit der Unternehmen erhöhen soll. 

Mit der OKR-Methode verbundene (Entwicklungs-)Ziele

Weitere mit dem Einsatz der OKR-Methode verbundene organisationsentwicklerische Ziele sind:

  • Herunterbrechen der strategischen Ziele auf die Team- und Mitarbeiterebene,
  • Vereinbaren inspirierender und herausfordernder Ziele,
  • Erzeugen eines horizontales Alignments (Vermeiden eines Silo-Denkens),
  • Fokussierung auf die Unternehmensziele auf der individuellen und organisationalen Ebene,
  • Implementierung eines flexiblen und unbürokratischen Zielvereinbarungs- sowie kurzyklischen und agilen Zielumsetzungsprozesses,
  • Verminderung der zentralen Steuerung, Stärkung der Selbstorganisation.

Merkmale der OKR-Methode

Die OKR-Methode wurde vom ehemaligen Intel-Manager Andy Grove – wie der Name bereits andeutet – unter anderem auf Basis des „Management by Objectives“, (zu Deutsch „Führen mit/über Ziele“) entwickelt als Konzept zum Umsetzen solch ambitionierter Unternehmensstrategien wie „Wir wollen der Marktführer weltweit werden". 

Dabei erfolgt die Planung der OKRs kurzzyklisch – also zum Beispiel jeweils für das kommende Quartal. Ein weiteres zentrales Element der OKR-Methode ist: Alle Objectives und Key Results werden im gesamten Unternehmen veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter hat somit einen Einblick in die OKRs zum Beispiel der Geschäftsführung, der anderen Bereiche usw.. 

Nutzen der OKR-Methode

Die OKR-Methode ist keine neue Wunderwaffe weder für das Führen von Mitarbeitern, noch zum Erhöhen der Agilität von Unternehmen. Sie ist jedoch eine bewährte Methode zur Strategieumsetzung insbesondere auf der operativen Ebene. 

Weitere Vorzüge der OKR-Methode sind: 

  • Sie lässt sich mit solchen Managementsystemen bzw. Systemen zur Strategieumsetzung wie Hoshin Kanri und der Balanced Scorecard verknüpfen, die eher dem Erreichen der mittel- und langfristigen Ziele dienen. Und: 
  • Sie harmoniert mit dem KVP- und dem Lean-Gedanken, da es auch bei ihr letztlich um ein kontinuierliches Sich-Verbessern und Steigern der Performance des Unternehmens und seiner Mitarbeiter geht.

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