Impuls-Vortrag und Workshop zum Thema Strategieumsetzung

Kurz vor Ostern. Ein spannender und zugleich herausfordernder Auftrag: Mit dem Management-Board eines Technologie-Unternehmens das Konzept bzw. die Strategie für das Umsetzen der neuen Strategie weltweit entwerfen.

Die neue Strategie des mittelständischen Unternehmens im Bereich Maschinen- und Anlagenbau zielt außer auf ein Wachstum in definierten Märkten darauf ab,

  • die Agilität und Flexibilität des Gesamtunternehmens, also dessen Reaktionsgeschwindigkeit zum Beispiel auf Marktveränderungen und technologische Innovationen weiter zu erhöhen, und
  • dessen Kompetenz komplexe, kundenspezifische Problemlösungen zu entwerfen und zu realisieren durch ein Intensivieren der bereichs- und standortübergreifenden Zusammenarbeit weiter zu erhöhen. 

Unklarheit bestand im Management-Board des Unternehmens jedoch noch darüber: Wie setzen wir die neue Strategie im Betriebsalltag um? Deshalb beauftragte es mich, einen entsprechenden Workshop mit dem Top-Management des Unternehmens durchzuführen. 

Vor dem Workshop – Analyse der Ist-Situation

Daraufhin führte ich mit ausgewählten Entscheidern in der Organisation zunächst mehrere Vorgespräche, um

  • mich über die Feinheiten der Strategie sowie die Historie, Kultur und Struktur des Unternehmens zu informieren und
  • hieraus abzuleiten: Was könnten eventuelle Knackpunkte bei der Strategieumsetzung sein?

Das Ziel hierbei: den Workshop möglichst scharf auf den spezifischen Bedarf des Unternehmens zu fokussieren. 

Im Workshop – Impuls-Vortrag 1 zum Thema Strategieumsetzung.

In der Woche vor Ostern fand dann der Workshop statt. In ihm betrieb ich zunächst ein Agenda-Setting, indem ich nochmals kurz umriss, warum der Workshop überhaupt stattfindet. Mit dem Ziel, sich auf ein Konzept bzw. eine Strategie zur unternehmensweiten Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie zu verständigen, damit das Unternehmen seine (Entwicklungs-)Ziele A, B und C erreicht. 

Danach erläuterte ich in einem Impulsvortrag, was aufgrund meiner Projekt-Erfahrung – aus meiner Warte – für eine konsequente und nachhaltige Strategieumsetzung erforderlich ist. Hieran schloss sich eine kurze Diskussion hierüber an, die sich vor allem um folgende Aspekte drehte: Wie wichtig ist es für den Erfolg eines Strategieumsetzungsprojekts, dass

  • das Top-Management als Promotor hierfür agiert und
  • insbesondere die Führungskräfte auf der Shopfloor-Ebene für das Umsetzen der Strategie im Betriebsalltag qualifiziert werden. 

Impuls-Vortrag 2: Strategieumsetzung mit Hoshin Kanri und OKR

Danach folgte ein zweiter Impulsvortrag vor mir. Im ihm skizziert ich, wie aus meiner Warte, u.a. aufgrund der Vorgespräche, die Strategieumsetzung in dem Unternehmen erfolgen könne – unter Berücksichtigung nicht nur von dessen Kultur und Struktur, sondern auch der Lean-Aktivitäten, die es bereits in der Vergangenheit primär auf der Bereichsebene entfaltet hatte. 

Eine zentrale Rolle spielte in dem Konzept das Management-System Hoshin Kanri primär als Tool,

  • um die bereichs- und standortübergreifende Ziel- und Maßnahmenabstimmung zu gewährleisten, so dass keine Insellösungen produziert werden, und
  • sicherzustellen, dass alle Bereiche und Standorte ihre Aktivitäten auf definierte Breakthrough- oder Durchbruchziele fokussieren, deren Erreichen für das Erreichen der übergeordneten Ziele unabdingbar ist. 

Integriert wurden in das Grundkonzept gewisse Elemente der OKR-Methode insbesondere um das erforderliche Framework für das Umsetzen der Strategie auf der Shopfloor-Ebene im Betriebsalltag zu haben. 

Nachdem das Gesamtkonzept vorgestellt war, fasste ich noch einmal die Vorzüge des vorgeschlagenen Vorgehens zusammen, bevor anschließend erneut eine von mir moderierte Diskussion hierüber erfolgte. Diese endete damit, dass das Konzept mit leichten Modifikationen angenommen wurde, und zwei Projektleiter ernannt wurden. Diese wurden beauftragt, mit mir das Konzept noch weiter zu ausarbeiten und das Projekt zu budgetieren, damit dem Vorstand zeitnah eine Beschlussvorlage zur endgültigen Verabschiedung vorgelegt werden kann. 

Mein Workshop-Fazit

Der beschriebene Workshop dauerte auch aufgrund seiner Vorbereitung nur Stunden – danach konnten die Teilnehmer sozusagen in den Oster-Urlaub gehen. Und ich? Ich verspürte nach dem Workshop mal wieder eine gewisse Bewunderung dafür,

  • wie fix viele Top-Entscheider in Unternehmen im Aufnehmen und Verarbeiten neuer Informationen sind,
  • wie stark und schnell sie im Analysieren auch komplexer Zusammenhänge sind und
  • wie groß ihre Bereitschaft ist, auch ihr eigenes Verhalten zu hinterfragen, wenn dies zum Erreichen der übergeordneten Ziele nötig ist. 

Auch deshalb hat mir der Workshop trotz der erforderlichen hohen Anstrengung und Konzentration sehr viel Spaß gemacht.  

Ihre

Dr. Daniela Kudernatsch